Antrag: Mehr Barrierefreiheit an der Schranke am Parkbad
Schranke am Parkbad: Gemeinsam für mehr Barrierefreiheit
Manchmal sind es die kleinen Dinge, die im Alltag den Unterschied machen. Ein Stück Bordstein, ein fehlender Weg, eine Schranke an der falschen Stelle: Für viele Menschen ist das kaum der Rede wert. Für andere wird daraus ein echtes Hindernis.
Ein Hinweis aus der Bürgerschaft
Vor einiger Zeit hat sich ein Bürger an unsere Fraktion gewandt. Sein Anliegen betraf die Schranke an der Straße „Auf dem Taubenkamp“ am Parkbad. Ihm war aufgefallen, dass man dort mit dem Fahrrad nicht mehr durchkam, ohne abzusteigen. Für Menschen im Rollstuhl, mit Rollator oder mit Kinderwagen war die Stelle kaum noch passierbar.
Wir haben das Anliegen aufgegriffen und eine Anfrage an den Bürgermeister gestellt. Wir wollten wissen, warum die Sperre existiert, für wen sie gilt, ob bei der Planung an Barrierefreiheit gedacht wurde und ob eine Anpassung vorgesehen ist.
Was wir erfahren haben
Die Antwort der Verwaltung hat die Lage gut erklärt.
Die Schranke gibt es schon seit 2007. Sie wurde beim Bau des Parkbades angeordnet, damit sich dort kein regelmäßiger Abkürzungsverkehr mit Autos bildet. Der Standort wurde damals mit der Polizei abgestimmt.
Rad- und Fußverkehr sollten dabei ausdrücklich nicht eingeschränkt werden. Deshalb gab es eine geschotterte Umfahrung, über die man die Schranke mit Fahrrad, Rollstuhl oder Rollator umgehen konnte.
Mit dem Bau der neuen Kindertageseinrichtung hat der Kreis Heinsberg die in die Jahre gekommene Schranke erneuert. Dabei ist die Umfahrung allerdings verschwunden. Stattdessen entstand ein gepflasterter Weg mit einem Hochbord direkt an der Schranke. Wer Rad fährt oder auf einen Rollstuhl oder Rollator angewiesen ist, kam dort nur mit einem großen Umweg weiter.
Das Ergebnis: Es wird nachgebessert
Die Stadt hat die Straßenverkehrsbehörde des Kreises gebeten zu prüfen, ob der aktuelle Zustand den Vorschriften entspricht. Die Rückmeldung ist erfreulich: Der Kreis hat zugesagt, die nötigen Maßnahmen für die Barrierefreiheit kurzfristig umzusetzen. Künftig sollen Fußgänger*innen, Radfahrende und Menschen im Rollstuhl die Schranke wieder problemlos umfahren können.
Der Autoverkehr bleibt also weiterhin ausgesperrt, so wie es von Anfang an gedacht war. Alle anderen kommen wieder gut durch.
Warum uns das wichtig ist
Barrierefreiheit ist kein Extra. Sie entscheidet darüber, ob Menschen selbstständig und sicher unterwegs sein können. Gleichzeitig wollen wir in Wassenberg ein Radwegenetz, das durchgängig und attraktiv ist, ohne Stellen, an denen man ständig absteigen muss.
Dieser Fall zeigt auch, wie schnell gut gemeinte Planung an der Realität vorbeigehen kann, wenn ein Detail übersehen wird. Genau deshalb ist der Blick von außen so wertvoll.
Danke für den Hinweis!
Unser besonderer Dank gilt dem Bürger, der sich an uns gewandt hat. Ohne seinen Hinweis wäre das Problem vielleicht noch lange bestehen geblieben. Und danke an die Verwaltung und den Kreis Heinsberg für die schnelle und konstruktive Reaktion.
Für uns ist klar: Es lohnt sich immer, mit den Bürger*innen im Gespräch zu sein und ihre Anliegen ernst zu nehmen. Wer täglich in Wassenberg unterwegs ist, weiß am besten, wo es hakt.
Wir bleiben dran und schauen, dass die Anpassung auch wirklich zügig umgesetzt wird.
Historie
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01.07.2026 Antrag gestellt
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09.07.2026 Antwort erhalten