Gedenkstein in Effeld eingeweiht

Gedenkstein in Effeld eingeweiht

Gedenkstein in Effeld eingeweiht

An der Kreuzstraße in Effeld wurde ein neuer Gedenkstein feierlich eingeweiht. Er erinnert an die Opfer des Gestapo-Postens im Herbst 1944, Menschen, die auf brutalste Weise hingerichtet wurden. Für uns Grüne ist das ein besonderer Moment: Die Initiative für dieses Mahnmal ging von unserer Stadtverordneten Irmgard Stieding aus.

Was im Herbst 1944 in Effeld geschah

Im Oktober 1944 griff der Gestapo-Posten, damals untergebracht in Effeld, mehrere Menschen auf, darunter Widerstandskämpfer aus den Niederlanden, die nahe der deutsch-niederländischen Grenze unterwegs waren. Sie wurden der Spionage verdächtigt und auf dem Effelder Friedhof hingerichtet.
Sie sind nur einige von mehreren Opfern, die in jenen letzten Kriegsmonaten vom Effelder Gestapo-Posten ermordet wurden, Menschen, die Widerstand leisteten oder einfach nicht mehr mitmachen wollten.

Versöhnung über Generationen hinweg

Was die Einweihungsfeier besonders bewegend machte: Angehörige der Ermordeten waren angereist. Unter anderem Familienmitglieder, die heute in den Niederlanden leben, hatten von der Gedenkstein-Einweihung erfahren und beschlossen, an den Ort zu kommen, an dem ihrer Familie so großes Leid angetan wurde. Ihr Appell war klar und beeindruckend: Groll gegen das deutsche Volk sei der falsche Weg.

Unser Antrag

Das neue Mahnmal ist auf Initiative von Irmgard Stieding entstanden, die bis zur Kommunalwahl 2025 Stadtverordnete unserer Fraktion im Rat der Stadt Wassenberg. Am 28. Februar 2025 stellte sie den formellen Antrag, am Effelder Friedhof oder neben dem bestehenden Gefallenenehrenmal einen Gedenkstein zu errichten, einen sichtbaren, würdigen Ort der Erinnerung an die NS-Opfer.

Ein Ort der Erinnerung und ein Auftrag

Bürgermeister Marcel Maurer brachte es bei der Feierstunde auf den Punkt: Es sei erschütternd, wie eigenmächtig der Gestapo-Posten in Effeld gehandelt habe. Der neue Gedenkstein solle einen würdigen Ort des Gedenkens schaffen.
Ortsvorsteher Ralf Blüthmann ergänzte: „Dieses Mahnmal soll den Menschen eine Stimme geben, die sie verloren haben. Die Erinnerung soll nicht nur ein Rückblick sein, sondern unser Auftrag.“
Dem schließen wir uns als Grüne vollständig an. Erinnerungskultur ist kein Selbstläufer. Sie braucht Orte, Menschen und politischen Willen. Gerade in einer Zeit, in der rechtsextreme Kräfte wieder erstarken, ist es wichtiger denn je, klar zu machen: Das haben wir schon einmal erlebt. Und es darf sich nicht wiederholen.
Wir danken Irmgard Stieding für ihr Engagement, allen Beteiligten für die würdige Feierstunde und den Angehörigen der Opfer für ihre Botschaft der Versöhnung.
Nie wieder ist jetzt.

Artikel teilen

Du möchtest mehr erfahren?

Weitere Artikel aus der Kategorie Fraktion

Lerne uns kennen

Demoseite "Grün Neu Denken" von LENZGALLE.

Zurück zur Übersicht